Herbstzeit ist Vatazeit – meine Tipps für mehr Ruhe und Wärme

Herbstzeit ist Vatazeit. Vata ist eine der drei Bioenergien im Ayurveda und wird durch die Elemente Luft und Äther (Raum) gekennzeichnet.
Im Herbst ist es windig, rau, trocken und kalt – alles Eigenschaften, die Vata zugesprochen werden. Spüren kannst Du das, weil Du häufiger frierst, vielleicht schon die erste Erkältung hinter Dir hast und Deine Haut trockener wird. Aber auch auf gedanklicher Ebene: Du hast viele Ideen und Vorhaben, manchmal ist es aber zu viel, Du kommst ins Gedankenkreisen und der Herbstwind wirbelt scheinbar auch in Deinem Kopf umher.
Gegensätze gleichen sich aus
Im Ayurveda gilt der Grundsatz: Gleiches verstärkt Gleiches, Gegensätze gleichen sich aus. Um im Herbst in Deine Balance zu finden, brauchst Du deshalb viel Wärme, Ruhe und Feuchtigkeit, zum Beispiel durch einen warmen Tee oder eine heiße Suppe.
Gerade wenn die Gedanken kreisen und der Alltag hektisch wird, plane bewusst Ruhephasen für Dich ein. Am besten schreibst Du sie in Deinen Terminkalender. Versuche Dich zu erden und so dem wirbeligen Luftelement des Herbstes entgegenzuwirken, etwa mit einer ruhigen Yin-Yoga-Einheit, einer Meditation oder einem Spaziergang, bei dem Du bewusst auf Deinen Atem achtest.

1. Abendliche Fußmassage mit warmem Sesamöl
Gerne massiere ich mir abends im Herbst die Füße mit warmem Sesamöl. Ich erwärme das Öl in einem Topf, manchmal gebe ich noch einige Tropfen Lavendelöl dazu. Das verstärkt den beruhigenden Effekt. Ich massiere mit sanftem Druck Füße und Knöchel, und dann geht es ab in warme Socken. So kann ich herrlich einschlafen.
2. Das Immunsystem unterstützen
Im Herbst achte ich besonders auf mein Immunsystem: viel frische Luft, ausreichend trinken und viele warme Gemüsegerichte, Suppen und Eintöpfe. Gerne nehme ich auch Chyavanprash, ein Fruchtmus aus der Amlabeere (der indischen Stachelbeere), das mit Honig und einer Vielzahl ayurvedischer Kräuter eingekocht wird. Ein gehäufter Teelöffel zum Frühstück genügt, pur oder in warme Milch eingerührt. Das Tolle: Es ist für die ganze Familie geeignet.
3. Ein Tag Digital Detox
Ein Tag ohne Smartphone, Internet oder Tablet kann gerade in der Vatazeit Dein Nervensystem gut regulieren. Er wirkt entschleunigend und schenkt Dir Zeit für andere Dinge: Kochbücher durchblättern, ein Puzzle aus dem Keller holen, ein langer Herbstspaziergang, ein gutes Buch oder Journaling.
Rezept: Die optimale Vata-Suppe für raue Herbsttage

Zutaten:
- 1 EL Ghee (so machst Du es selbst)
- 1 Hokkaidokürbis, ca. 1 kg
- 2 Kartoffeln
- 1 Stange Lauch
- 1/2 Knolle Sellerie
- 1 säuerlicher Apfel
- 1 TL Curry
- 1 Dose Kokosmilch
- 1 Stängel Zitronengras
- frische Kräuter, Pfeffer und Salz
Zubereitung:
- Kürbis, Kartoffeln, Lauch, Sellerie und Apfel in kleine Stücke schneiden.
- Zitronengras vierteln und jedes Viertel in der Mitte mit einem Knoten zusammenhalten.
- Im Ghee zuerst den Lauch, dann Curry, Zitronengras und das übrige Gemüse andünsten.
- Mit Kokosmilch und so viel Wasser ablöschen, dass das Gemüse gut bedeckt ist. Ca. 20 Minuten kochen lassen.
- Zitronengras herausnehmen, die Suppe pürieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und mit frischen Kräutern garnieren.
Höre auf Deine innere Weisheit
Alle Tipps und Empfehlungen im Ayurveda sind nie allgemein zu verstehen. Spüre in Dich hinein: Was ist gerade für Dich stimmig? Was brauchst Du momentan? Nimm Dir Zeit, auf Dich und Deinen Körper zu hören, gerade im trubeligen Herbst.
Du möchtest wissen, was Dir in jeder Jahreszeit guttut? Dann hol Dir mein kostenloses Infoblatt „Ritucarya auf einen Blick“. Und wenn Du Dir persönliche Begleitung wünschst, buche gerne ein kostenloses Vorgespräch.
